Nationalpark El Teide

    Dieses Schutzgebiet auf der Insel Teneriffa wurde 1954 zum Nationalpark erklärt. Mit einer Fläche von 18.990 ha ist er der größte Nationalpark der Kanaren. Seit der Zeit der Eingeborenen bis in die 50er Jahre war er ein wichtiges Weidegebiet für die Insel, weil sich hier im Sommer die größten Weideflächen befinden.
    Es handelt sich um einen der meistbesuchtesten Parks des Staates, was zum einen der Nähe der wichtigsten Touristengebiete der Insel und zum anderen seinem guten Zugang zu verdanken ist, weil man über die Seilbahn bequem auf den Gipfel des Teide gelangt.

   Das Gebiet gehört zu den spektakulärsten Vulkan-Parks der Welt. Das vulkanische Relief gipfelt im eindrucksvollen, 3.718 m hohen, Massiv des Teide - Pico Viejo.

Geomorphologie

    Der Park liegt in einer großen Geländevertiefung, die die Form eines Kessels hat. Überall außer im Nordwesten gibt es Steilklippen, an deren Füßen sich die Reste der Erosion ansammeln und die Ebenen bilden, die auf den Kanaren "Cañadas" genannt werden.

    Der Nationalpark bietet eines der weltweit eindrucksvollsten Vulkanismus-Beispiele überhaupt. Er wird durch zahlreiche Vulkane geprägt, die sich durch ihre starke Unterschiedlichkeit auszeichnen. So lassen sich rundliche Vulkane mit gelblicher Tönung aufgrund der Ansammlung von Bimsstein neben Asche- oder "Picón"-Kegel dunkler Färbung, die von Tiefrot bis Schwarz reicht, bewundern.

    Die Lava der verschiedenen Ausbrüche hat großzügige Flächen gefüllt und dieser Landschaft ein ebenso chaotisches wie ödes Aussehen verliehen. Dieses Vulkanrelief gipfelt im eindrucksvollen, 3.718 m hohen Massiv des Teide - Pico Viejo, das sich über einer riesigen, alten Vertiefung erhebt, die sich aus zwei Halbkesseln zusammensetzt, die durch die García-Felsen voneinander getrennt sind.

 Flora

    Die extreme Höhenlage und die starke Sonneneinstrahlung in Kombination mit den großen Temperaturunterschieden und der geringen Feuchtigkeit bedingen eine reiche und einzigartige Fora, die sich an das raue Medium angepasst hat und zahlreiche Endemismen hervorgebracht hat.

    Der Baumbestand ist gering; es wachsen nur wenige Exemplare der Kanarischen Zeder im Inneren bzw. Kanarische Kiefern in Randgebiet des Parks.

    Im Hintergrund ist der Teide zu sehen, der höchste Berg der kanarischen Inselgruppe und ganz Spaniens, und im Vorderbrund ein Nadelwald, der an den Ausläufern des Gipfels und des Parks wächst.

   Am häufigsten ist der Teide-Ginster (Genista) und der Goldregen (Laburnum) anzutreffen. Der Pflanzenreichtum ist beachtlich. So wachsen hier u.a. das Teide-Veilchen (Viola), die Teide-Margarite (Chrysanthemum leucanthemum), die Besenrauke (Descurainia bourgaeana), das Blütenmoos oder die Teide-Levkoje (Cheiranthus).


Fauna

    Die wirbellose Fauna des Parks sticht durch ihre Vielzahl an Insekten, die nur im Hochgebirge vorkommen, hervor.

    An Wirbeltieren sind vor allem der Feuersalamander, Fledermäuse und zahlreiche Vogelarten, darunter der Rabe (Corbus), der Raubwürger (Lanius excubitor), der Teide-Blaufink (Fringilla teydea teydea), der Wanderpieper (Anthus ),  el Bisbita Caminero, der Zilpzalp (Phylloscopus collybita), die Blaumeise (Parus caeruleus) und der Kanarienvogel (Serinus canaria) zu nennen.

    Unter den Raubvögeln stechen die Turmfalken (Falco tinnunculus), Sperber (Accipiter nisus) und die Waldohreule (Asio otus) hervor.   

© 2005 - Teleférico Teide

 

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